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September

Der Jahrgang 2019 in Österreich Österreich - „Der Mythos des 9er lebt weiter“

    2019 war geprägt von einem milden Verlauf der Wintermonate, einem April, der mit Temperaturen weit über dem langjährigen Durchschnitt lag und einem Mai, der zu den nassesten seit fast 30 Jahren zählt. Die Wasserspeicher für die Feuchtigkeit suchende Rebe des Grünen Veltliner wurden wie selten gefüllt. Somit konnte sich diese Rebe über die heißen Sommermonate wunderbar entwickeln und trug damit maßgeblich dazu bei, dass 2019 zu den großen Veltliner Jahrgängen zu zählen ist. Ein milder und stabiler Herbst, mit warmen Tagen und kühlen Nächten, halfen der Rebe, die Trauben in eine fast perfekte Reife zu begleiten. Eine gut ausgereifte aber straffe Säure, sowie eine selten stimmige Fruchtbildung reihen den Jahrgang 2019 zu den ganz Großen, 1979, 1999 und 2009. Die Jahrgänge mit einem oder mehreren Neunern, beweisen sich fast schon mystisch aus außergewöhnlich für den Grünen Veltliner.
    Was den Riesling anbelangt, so steht er mit dem Jahrgang 2019 leicht im Schatten vieler großer Gr. Veltliner, die bereits vor ihrem Erscheinen auf dem Markt mit höchsten Bewertungen prämiert wurden. Wie immer, sind höhere und sehr karge, felsige Lagen, wo sich der Riesling sehr wohl fühlt, mit dem Jahrgang 2019 bevorteilt. Spontan fällt mir dazu der Riesling aus der Lage Achleithen von Rudi Pichler ein, der in einer so hohen Qualität wohl noch nicht gefüllt wurde.
    Abschließend kann man festhalten, dass wir mit diesem Jahrgang, der nun langsam auf den Markt kommt, sehr viel Freude mit dem Grünen Veltliner haben werden. Er strotzt vor Spannung und besticht
    mit einer selten gebotenen Sortentypizität. Seine Lagerfähigkeit wird sich über Jahrzehnte entfalten und uns Weinfreunde mit vielen Überraschungen immer wieder mit Diskussionen und Genuss Momenten bereichern. Die Rieslinge aus den besten Lagen und von erfahrener Winzerhand begleitet zeigen sich bereits jetzt in ihrer Kindheit sehr offen und mit einer markanten Frucht, die
    an gelbe Exotik erinnert und deren Säure sich mit viel Spannung auf einer lebendigen Mineralität sehr wohl fühlt.

    Wie sehen wir den Jahrgang 2019 bei unseren Winzern?
    Bei der Familie Piewald im etwas nördlicher Gelegenen Spitzer Graben gelegen, begegneten wir einer rundum zufriedenen Familie. Für Helmuth war dieser Jahrgang bis dato sein spannendster und bester. So etwas hatte er noch nicht im Keller. Besonders überzeugte uns sein Grüner Veltliner Terrassen Federspiel, der im Preis- Leistungsverhältnis so wohl nicht leicht zu finden ist.

    In Spitz an der Donau, bei Familie Hirtzberger, konnten wir so wie jedes Jahr, Weine mit Charakter, die sehr linientreu Jahr für Jahr auf den Markt kommen. Vor allem die Grünen Veltliner zeigten sich heuer mit mehr Biss und mit weniger Creme. Saftig und animierend auch die Rieslinge. Franzi Hirtzberger bleibt seinem Stil verbunden und lässt den Jahrgang wunderbar wirken.

    Hirtzberger.jpgFranzi Hirtzberger in der Degustation

    Bei der Familie Bodenstein haben wir uns besonders gefreut, dass wie die ganze Familie begrüßen durften. Die Verkostung wurde von Hr. Toni Bodenstein moderiert und bleibt wie so oft unvergesslich. Alle Grünen Veltliner waren außergewöhnlich. Der Umgang und das Feingefühl, das man in diesem Weingut dieser hier beheimateten Rebe entgegenbringt, zeigt sich von Jahr zu Jahr mit unverwechselbaren Veltlinern. Sie sind einfach einzigartig und alle, vom Federspiel „Hinter der Burg“ bis hoch zum Smaragd aus dem Zwerithalter Kammergut sind alle (ohne alle – schon oberhalb vorhanden) blind als das zu erkennen, was sie sind und meist ist auch die Handschrift der Familie Bodenstein bereits im Duft merklich spürbar. Hier werden neue Maßstäbe gesetzt, die Entwicklung der Arbeit für und mit dem Grünen Veltliner, wird in diesem Weingut kompromisslos bis in die letzte Spitze der Pyramide getrieben. Falstaff hat den Veltliner aus dem Kammergut mit 100 Punkten als historisch eingestuft. Auch die Rieslinge bei Prager zeigen das Jahr. Die kühleren Lagen, wo alte und älteste Rebstöcke stehen, wie die Klaus, bestechen wieder mit Frische, Tiefe und einem Gewürz erinnernden Charakter.

    Bei Rudi Pichler, unserem zweiten Weinbauer in der Gemeinde Weissenkirchen, der besten Lagen in Wösendorf, aber auch in der Achleithen besitzt, wurden wir von der nachrückenden Generation mit Tochter Theresa, begleitet von Vater Rudi empfangen. Wie jedes Jahr sind alle Weine von Rudi extrem trocken, sehr präzise, manchmal fast etwas wild. Sicherlich jene Weine, die den Weinfreund fordern und seinen Gaumen intensiv beschäftigen. Im Weingut Rudi Pichler sind beide Reben (Riesling und Grüner Veltliner) Gewinner des Jahrgangs. Der Veltliner, der in der Lage Hochrain, aber auch in der Kollmütz in wärmeren Jahren leicht in die Breite tendiert, zeigt sich mit dem 19er gespannt und selten tief. Der Riesling aus der steinigen und höher gelegenen Lage der Achleithen, ist bestechend klar, zeigt sich schon jetzt in wunderbarer Ausgewogenheit und punktet bis tief in den Abgang des Gaumens mit einer Frucht, die getragen von Frische und Mineralik kaum mit anderen vergleichbar ist. Tolles Jahr.

    RudiPichler.jpgRudi & Theresa Pichler in Aktion

    Beim „Altmeister“ Hr. Knoll, setzt man beste Qualitäten, verbunden mit Konstanz und Sortencharakter voraus. Die Latte für solch historische, ja fast mystische Weinhöfe liegt Jahr für Jahr ganz weit oben. Es ist erstaunlich, wie die Familie Knoll, die wir fast 30 Jahre besuchen, diesen Ansprüchen dauerhaft gerecht wird. Emmerich Knoll lässt seinen Weinen mehr Zeit als viele seine Winzerkollegen der Vinea Wachau. Auch bei den Weinen des Jahrgangs 2019 von Emmerich Knoll ist so wie bei den meisten Winzern ein wunderbarer Grüner Veltliner im Keller. Im Loibenberg wurde bestes Traubengut mit präzis gewähltem Lesepunkt in den Keller gefahren. Auch der Riesling aus dem Kellerberg spielt in einer eigenen Liga. Eine Klasse für sich. Ein Wein für die nächsten Jahrzehnte. Die Federspiele, die in und um Loiben gelesen wurden, zeigen sich trotz ihrer Jugend, wie durften alles aus dem Fass probieren, in einer faszinierenden Stimmung. Alle Komponenten die einen trinkfreudigen Wein ausmachen, sind bereits im Stadium vor der Abfüllung harmonisch und sehr präzise. Wir freuen uns, diesen ganz besonderen Jahrgang nun im Laufe der nächsten Monate unseren Kunden vorzustellen.

    Im Schloss Gobelsburg, bei Michi Moosbrugger, spürt man von Jahr zu Jahr mehr die Leidenschaft des Winzers mit den Schaumweinen. War dieses Segment vor 10 Jahren noch eine minimale Nische, so haben sich diese Sekte in ein Qualitätssegment hineinkatapultiert, das in der österreichischen Wein Welt sondergleichen sucht. Besonders der Blanc de Blancs hat uns überzeugt, blind verkostet würde man diesen Wein nur selten nach Österreich geben. Bei den Stillweinen ist auch bei Gobelsburg der Grüne Veltliner der Dominator des Jahrgangs. Auch im Kamptal hat diese Rebe unglaublich vom klimatischen Verlauf der Vegetationsperiode des letzten Jahres profitiert. Hier, wo es doch etwas weniger belüftet ist und wo die Wärme des pannonischen Klimas mehr Wirkung zeigt, haben die Rieslinge etwas gelitten. Es sind Weine, die sich schon jetzt in ihrer Jugend gut trinken lassen, da sie mild in der Säure sind. Die Früchte gehen eindeutig in die gelbliche Exotik und zeigen sich sehr gefällig.

    GobeslburgKeller.jpgDie historische Jahrgänge von Schloss Gobelsburg

    Bei Bernhard Ott ist es jedes Jahr spannend. Man ist sich nie sicher, was diesem qualitätsbesessenen Winzer von Jahr zu Jahr Neues einfällt, um seine Weine die sich im Wagram, aufgrund der geologischen Beschaffenheit einfach wohl fühlen, immer mehr mit einem Alleinstellungsmerkmal auf die Flasche zu bringen. Länger hat sich Bernhard mit dem Gedanken getragen, seinen Keller langsam auf Holzfässer umzustellen. Dieser aufwendige Schritt wurde nun mit dem Jahrgang 2019 in Angriff genommen. Natürlich wurde die Fassbinderei unseres Freundes Franz Stockinger gewählt. Wer kompromisslos bis in die Spitze erreichbarer Qualitäten will, kann nur diese Fässer wählen. Das Weingut Ott wird ja dominiert vom Grünen Veltliner. Deshalb war mit dem Jahrgang 2019, der dieser Rebe sehr behilflich war, die ganze Arbeit ein Heimspiel. Ökologisches Arbeiten in allen Bereichen, war dann noch die Praline auf dem Kuchen. Die Weine zeigen sich alle mit einer fast fliegenden Leichtigkeit, die dann am Gaumen mit einem wunderbaren Rückgrat für ein einzigartiges Trinkerlebnis sorgt. Straffe und wunderbar gereifte Säure hilft den Weinen zu spannender Vitalität. Es wird wieder einen Tausendrosen geben. Dies war ein Fass vom Jahrgang 2018, das bei 6 Gramm Restzucker stehen geblieben ist. Nun, nach 18 Monaten auf den Feinhefen zeigt sich dieser Wein sehr komplex, ja fast nobel. Der Name 1000 Rosen ist sehr passend. Im Gaumen erinnert der Duft an Rosenblüten und im Gaumen verleiht die lange Lagerung auf den Feinhefen diesem Elixier eine saftige Cremigkeit, die nie in die Breite tendiert.

    OttBiodynamie.jpgBernhard Ott erklärt uns die biodynamische Arbeitsweise 

    Leider konnten wir wegen der Einschränkungen während der Corona Zeit nicht ins Burgenland zu unserem Winzer Feiler – Artinger fahren.
    Aber auch in dieser Gegend profitierten die Weine vom spannenden Klima des Jahrgangs 2019. Wir freuen uns im Laufe der nächsten Monate die Weine der Familie Feiler vorzustellen. Wie immer kommen aus dieser Gegend wunderbare fruchtsüße Weine, aber auch die Weißweine zeigen sich immer freier und sehr offen. Kurt investiert viel Energie in die Arbeit im Weinberg, im Keller nimmt er sich immer mehr zurück und fungiert als mehr als beobachtender Begleiter und greift nur mehr ein, wenn unbedingt nötig.


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