Weingut Wittmann

Weingut Wittmann

Westhofen, Rheinhessen

Die Familie Wittmann, der Riesling trocken ausgebaut und die Noblesse des deutschen Weins, muss man als ein Konvolut betrachten. Gunther Wittmann, der Seniorchef dieses weltbekannten Weingutes, war einer der ersten, der dem deutschen Wein im Allgemeinen aber vor allem dem deutschen Riesling den Weg in Richtung höchste Qualitätsstufe wies. Bereits in den 80iger Jahren, als deutsche Weine noch in Masse und vor allem fruchtsüß und billig auf den Markt kamen, ging er den Weg der kompromisslosen Qualität und kelterte aus den großen Lagen, im Bewusstsein neue Wege zu beschreiten, zur Gänze vergorene Weine. Diese Weine heute aus der Schatzkammer verkostet, zeigen sich wie eine wunderbare Offenbarung. Sein Sohn Philipp geht diesen Weg der absoluten Qualität mit Weitsicht aber ohne Furcht weiter. Heute zeigen sich die Weine dieses Winzers als klassisch und trotzdem sehr charaktervoll und gediegen. Graziös kommen die Weine deren Reben alle in biodynamischer Landwirtschaft begleitet werden auf die Flasche. Wenige verstehen es mit einem lockeren und trotzdem bedachtem Händchen Weine zu erzeugen, die bestechen durch Klarheit und trotzdem die warme Hügellandschaft des Rheinhessens wunderbar bei jedem Glas offenbaren.

Daten und Fakten

Anbaufläche: 25
Jahresproduktion: 150.000
Art des Anbaus: biodynamisch mit RESPEKT BIODYN

Standort des Betriebes: Westhofen, Rheinhessen

Das rheinhessische Weinbaugebiet erstreckt sich in einem großen Dreieck auf der linken Flussseite des Rheines zwischen Bingen und Mainz im Norden und Worms im Süden. Es ist eine der trockensten und mildesten Regionen Deutschlands, mit 1500 Sonnenstunden pro Jahr und einem durchschnittlichen Jahresniederschlag von nur 500 mm. Mit seinen 26000 Hektar (expandierenden) Weinbergen ist es das größte Weinanbaugebiet in Deutschland, in dem mehr als 6000 Winzer arbeiten und jährlich mehr als 2,5 Millionen Hektoliter Wein aus rund 120 Millionen Reben produzieren. Es ist aber auch eine der ältesten und traditionsreichsten Regionen Deutschlands. Die ersten Spuren der Rebsorte „Rüssling" (Riesling) aus dem Jahre 1402 wurden in Rheinhessen bei Worms gefunden. Schon die Römer haben verstanden, dass dies ein Gebiet mit großem Potenzial ist; seine geographische Lage, seine Topographie, der Schutz des Donnersbergs, seine Nähe zum Rhein, seine felsigen Untergründe und fruchtbaren Böden prädestinieren es für die Produktion von Weinen höchster Qualität. Bis zum Ersten Weltkrieg war Rheinhessen eigentlich für seine großen Weine bekannt, aber nach dem kriegsbedingten Verfall arbeiteten viele Erzeuger lieber an der Quantität als an der Qualität. Heute erlangt das „Land der tausend Hügel", wie Rheinhessen genannt wird, dank einiger der besten deutschen Winzer, die Rieslinge von höchster Qualität erzeugen, Weine, die es mit der Weltspitze aufnehmen können, seinen früheren Glanz zurück.

 

 

 

 

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