Weingut Prager

Weingut Prager

Weissenkirchen, Wachau

Bereits die erste Begegnung mit Toni Bodenstein, Ehemann von Ilse Prager, bleibt für immer im Gedächtnis: eine große Persönlichkeit mit stark intellektueller Prägung und einem extrem ausgeprägten kritischen Zeitgeist. Er schafft es immer wieder jeden Verkoster in seinen Bann zu ziehen und zu begeistern: nicht nur mit seinen Weinen, sondern vor allem auch mit seinem universitären Wissen um die geschichtlichen Hintergründe und die geologischen Gegebenheiten der Wachau. Seine Stärke und seine Fähigkeit, andere zu begeistern sind Eigenschaften, die ihre Verwurzelung im tiefen Respekt für die Umwelt und in der Verantwortung für jenes, was wir künftigen Generationen hinterlassen werden, haben. Stetig seine Inspirationen aus der Natur schöpfend, bringt dieser besessene Winzer Rieslinge und Grüne Veltliner auf die Flasche, die sich genauso zeigen wie er selbst: authentisch, glasklar, mit individuellem Charakter, eigenständig und unverwechselbar.

Daten und Fakten

Anbaufläche: 16,5
Jahresproduktion: 80.000
Art des Anbaus: integriert und nachhaltig

Standort des Betriebs: Weissenkirchen, Wachau

Die Wachau ist eine der am besten definierten Weinregionen Europas. 33 Kilometer Weinberge erstrecken sich entlang des Donauufers zwischen Melk und Krems. Reich an Geschichte und mit einer atemberaubenden Landschaft gehört sie seit 2000 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die rund 1350 Hektar Rebfläche, verteilt auf fast 650 Erzeuger, werden fast ausschließlich mit Grüner Veltliner und Riesling bewirtschaftet. Die besten Grundstücke befinden sich auf dem linken Donauufer, auf trockenen Terrassen bis zu 450 m über dem Meeresspiegel; der granitreiche Untergrund ist ideal für den Riesling-Anbau, während der Grüne Veltliner auf Lössböden sein volles Potential entfalten kann. Das ganz besondere Klima der Wachau ist eine sehr wichtige Variable für das Wachstum der Reben. Die Ausläufer des pannonischen Klimas, kommen von Osten, aus der ungarischen Steppe, her in die Wachau mit warmen Winden, die sich mit den gemäßigten Strömungen des atlantischen Klimas aus dem Westen vermischen. Die kalten nördlichen Fallwinde aus dem Waldviertel verursachen starke Tag-Nacht-Temperaturschwankungen, vor allem in den Monaten vor der Ernte. Jede Parzelle zeichnet sich also durch ein eigenes Mikroklima aus, das durch Exposition, Höhe, Neigung, Untergrund sowie durch das Vorhandensein von Trockenmauern aus Stein, die die Sonnenwärme absorbieren, beeinflusst wird. Die Donau hingegen gleicht die extremen klimatischen Unterschiede zwischen heißen, trockenen Sommern und kalten Wintern aus. Diese komplexe Kombination von klimatischen Faktoren beeinflusst die Bouquet-Bildung und ermöglicht die Entwicklung intensiver Aromen in den Trauben, sowohl in den kühleren Weinbergen von Spitz als auch in den wärmeren Weinbergen von Loiben. Erkennbar ist dies an den frischen Fruchtaromen, oft mit exotischen Noten, die alle Weine entwickeln, von Steinfeder über Federspiel bis hin zum komplexeren Smaragd.

 

 

 

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