Weingut Piewald

Weingut Piewald

Spitz, Wachau

Helmut Piewald ist ein zurückhaltender und bescheidener Winzer, der es vorzieht, einen Schritt zurückzutreten und seinen Instinkten und oft auch dem Bauchgefühl zu vertrauen, wenn es um seine Weinberge geht. Er versucht ständig den Boden und das typische Mikroklima des Spitzer Grabens, das kühler und windiger ist als in der übrigen Wachau, in seine Weine einfließen zu lassen. „Alles braucht seine Zeit um sich zu entwickeln“, dies ist ein Leitspruch dieses Winzers. Deshalb arbeitet er nicht nach strengen Schemen, sondern versucht mit jedem Jahrgang den Reben und auch den Trauben nach der Ernte viel Freiheit zu lassen. Alles wird gut beobachtet und es wird nur eingegriffen wenn’s unbedingt notwendig ist. Seine Weine sind sehr klassisch und zeigen mit viel Charakter ihre Herkunft aus diesem nördlichsten Punkt der Wachau: Weinbau in Kargheit, sehr nahe an der Grenze zum kontinentalen Klima.

Daten und Fakten

Anbaufläche: 6
Jahresproduktion: 25.000
Art des Anbaus: integriert

Standort des Betriebs: Spitz, Wachau

Die Wachau ist eine der am besten definierten Weinregionen Europas. 33 Kilometer Weinberge erstrecken sich entlang des Donauufers zwischen Melk und Krems. Reich an Geschichte und mit einer atemberaubenden Landschaft gehört sie seit 2000 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die rund 1350 Hektar Rebfläche, verteilt auf fast 650 Erzeuger, werden fast ausschließlich mit Grüner Veltliner und Riesling bewirtschaftet. Die besten Grundstücke befinden sich auf dem linken Donauufer, auf trockenen Terrassen bis zu 450 m über dem Meeresspiegel; der granitreiche Untergrund ist ideal für den Riesling-Anbau, während der Grüne Veltliner auf Lössböden sein volles Potential entfalten kann. Das ganz besondere Klima der Wachau ist eine sehr wichtige Variable für das Wachstum der Reben. Die Ausläufer des pannonischen Klimas, kommen von Osten, aus der ungarischen Steppe, her in die Wachau mit warmen Winden, die sich mit den gemäßigten Strömungen des atlantischen Klimas aus dem Westen vermischen. Die kalten nördlichen Fallwinde aus dem Waldviertel verursachen starke Tag-Nacht-Temperaturschwankungen, vor allem in den Monaten vor der Ernte. Jede Parzelle zeichnet sich also durch ein eigenes Mikroklima aus, das durch Exposition, Höhe, Neigung, Untergrund sowie durch das Vorhandensein von Trockenmauern aus Stein, die die Sonnenwärme absorbieren, beeinflusst wird. Die Donau hingegen gleicht die extremen klimatischen Unterschiede zwischen heißen, trockenen Sommern und kalten Wintern aus. Diese komplexe Kombination von klimatischen Faktoren beeinflusst die Bouquet-Bildung und ermöglicht die Entwicklung intensiver Aromen in den Trauben, sowohl in den kühleren Weinbergen von Spitz als auch in den wärmeren Weinbergen von Loiben. Erkennbar ist dies an den frischen Fruchtaromen, oft mit exotischen Noten, die alle Weine entwickeln, von Steinfeder über Federspiel bis hin zum komplexeren Smaragd.

 

 

 

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