Weingut P. J. Kühn

Weingut P. J. Kühn

Oestrich-Winkel, Rheingau

Peter Jakob Kühn ist und war schon immer ein Winzer mit philosophischen Ansätzen, die oft weit in die Zukunft reichen. Sein Sohn, der nun das Weingut leitet, geht mit noch mehr Nachdruck und auf den Resultaten seiner Eltern aufbauend, einen risikoreichen und noch extremeren Weg. Niemand den ich kenne, hat den deutschen Weinbau so nachhaltig verändert, wie die Familie Kühn. Dank und Anerkennung der Fachwelt und gar einiger Berufskollegen kamen zwar, aber erst sehr spät. Weine von Kühn zu trinken heißt sich mit Wein auseinanderzusetzen. Kühn Weine stehen nicht als schüchterne Begleiter am Tisch, nein, diese Weine fordern, manchmal dominieren sie den Weinfreund. Einmal verstanden, reicht dieses Weinerlebnis bis ins Innerste unserer Gefühle und unseres Auffassungsvermögens. Dass sich in diesem Weingut alles Arbeiten den biodynamischen Regeln und Werten unterordnet, ist eine Selbstverständlichkeit. Es ist keine Hauruck Welt, die diese Familie verkörpert, nein es ist eine ganz eigene Welt, wo die Natur, und auch der Mensch in den Mittelpunkt gestellt werden, weil letzterer ja auch zur Natur gehört wie jede andere Kreatur unseres Planeten.

Daten und Fakten

Anbaufläche: 15
Jahresproduktion: 120.000
Art des Anbaus: biodynamisch DEMETER zertifiziert

Standort des Betriebes: Oestrich-Winkel, Rheingau

Der Rhein fließt fast tausend Kilometer in nördlicher Richtung, mit einer Ausnahme: Bei Wiesbaden, blockiert durch den Taunus, biegt er rechtwinklig ab und weicht für etwa dreißig Kilometer nach Westen bis Rüdesheim ab, bevor er wieder nach Norden fließt. Genau hier, begrenzt im Norden durch den Taunus und im Süden durch den Rhein, ist eine der faszinierendsten Weinlandschaften der Welt entstanden: der Rheingau. Die 3200 Hektar Weinberge der Region sind alle nach Süd-Südwest ausgerichtet; sie wachsen in einem milden Klima, wobei die Wälder und der Taunus sie vor den kalten Nordwinden schützen und der Rhein als Wärmespeicher fungiert. Diese klimatischen Bedingungen sind ideal für den Riesling-Anbau, der 80 % der Rheingauer Rebfläche einnimmt und damit weltweit die Region mit der größten Präsenz dieser Rebsorte ist. Die an den Ausläufern des Taunus gelegenen Parzellen wachsen auf einem Land, das reich an Quarzit und Schiefer ist; beim Abstieg in Richtung Flusstal, wo sich im Tertiär ein Meer befand, verändert sich der Untergrund und besteht aus Löß, Schluff und Ton. In höheren Lagen, in größerer Entfernung vom Fluss, wird der Nebel, der sich normalerweise in der Nähe des Rheins bildet, von den frischen Winden weggeblasen, und die Sonneneinstrahlung ist intensiver: Diese Faktoren beeinflussen offensichtlich die Reifung der Trauben in den höheren Parzellen. Rheingauer Weine haben in der Regel eine Struktur, die sich durch eine scharfe Frische auszeichnet, weshalb sie sich für eine mehrjährige Flaschenreifung eignen, in dem sie die Ecken glätten und komplexe Aromen entwickeln.

 

 

 

Zurück zur Übersicht

in Arbeit...