Weingut Emmerich Knoll

Weingut Emmerich Knoll

Dürnstein, Wachau

Hinter den eher unauffälligen und schlichten Mauern des Anwesens der Familie Knoll verbirgt sich eines der bedeutendsten Weingüter Europas. Die Familie Knoll hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Wachau zu einer der wichtigsten Weinregionen der Welt aufgestiegen ist. In ihrer Arbeit sind sie Liebhaber des Details, und so gelingt es ihnen immer, erkennbare und typische Weine zu erzeugen. Emmerich Junior, der heute das Familienunternehmen leitet, führt die Familientraditionen fort. Besondere Aufmerksamkeit wird der Pflege der Weinberge und des Bodens gewidmet, eine manchmal anstrengende Arbeit, die aber unerlässlich ist, um den Trauben ihren einzigartigen Charakter zu verleihen.

Daten und Fakten

Anbaufläche: 15
Jahresproduktion: 150.000
Art des Anbaus: konventionell

Standort des Betriebs: Dürnstein, Wachau

Die Wachau ist eine der am besten definierten Weinregionen Europas. 33 Kilometer Weinberge erstrecken sich entlang des Donauufers zwischen Melk und Krems. Reich an Geschichte und mit einer atemberaubenden Landschaft gehört sie seit 2000 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die rund 1350 Hektar Rebfläche, verteilt auf fast 650 Erzeuger, werden fast ausschließlich mit Grüner Veltliner und Riesling bewirtschaftet. Die besten Grundstücke befinden sich auf dem linken Donauufer, auf trockenen Terrassen bis zu 450 m über dem Meeresspiegel; der granitreiche Untergrund ist ideal für den Riesling-Anbau, während der Grüne Veltliner auf Lössböden sein volles Potential entfalten kann. Das ganz besondere Klima der Wachau ist eine sehr wichtige Variable für das Wachstum der Reben. Die Ausläufer des pannonischen Klimas, kommen von Osten, aus der ungarischen Steppe, her in die Wachau mit warmen Winden, die sich mit den gemäßigten Strömungen des atlantischen Klimas aus dem Westen vermischen. Die kalten nördlichen Fallwinde aus dem Waldviertel verursachen starke Tag-Nacht-Temperaturschwankungen, vor allem in den Monaten vor der Ernte. Jede Parzelle zeichnet sich also durch ein eigenes Mikroklima aus, das durch Exposition, Höhe, Neigung, Untergrund sowie durch das Vorhandensein von Trockenmauern aus Stein, die die Sonnenwärme absorbieren, beeinflusst wird. Die Donau hingegen gleicht die extremen klimatischen Unterschiede zwischen heißen, trockenen Sommern und kalten Wintern aus. Diese komplexe Kombination von klimatischen Faktoren beeinflusst die Bouquet-Bildung und ermöglicht die Entwicklung intensiver Aromen in den Trauben, sowohl in den kühleren Weinbergen von Spitz als auch in den wärmeren Weinbergen von Loiben. Erkennbar ist dies an den frischen Fruchtaromen, oft mit exotischen Noten, die alle Weine entwickeln, von Steinfeder über Federspiel bis hin zum komplexeren Smaragd.

 

 

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