Weingut Christmann

Weingut Christmann

Gimmeldingen, Pfalz

Die Pfalz ist, in ha gemessen, eine der größten Weinbauzonen Deutschlands. Ein Großteil der Weinliebhaber, die sich Pfälzer Weine in den Keller legen, wird sich auf die Weinlagen des Mittelhard im Umkreis des beschaulichen Weilers Forst beschränken. Genau dort, wo diese wenigen Lagen, die bereits vor Jahrhunderten dem Pfälzer Wein zu Weltruhm verhalfen, liegt das historische Ökoweingut der Familie Christmann. Karl Friedrich Christmann verstand es in den Nachkriegswirren mit seinem kompromisslosen Qualitätsdenken eines der angesehensten Weingüter Deutschlands wiederaufzubauen. Steffen, sein Sohn und nun Sophie, Steffens noch sehr junge Tochter, setzen diesen eingeschlagenen Weg mit Energie und viel Gefühl und immer den biodynamischen Werten untergeordnet, unermüdlich fort. Das Glück, beste Parzellen in dieser kalkreichen Kleinklimazone zu besitzen, ist für die Einzigartigkeit aller Weine dieses Betriebes das Fundament, auf dem alles aufbaut. Christmann Weine sind Unikate. Nur wenige vermögen es, dem Boden und der Landschaft so viel Freiheit und Luft zu lassen, dass bei vielen Weinen, aber vor allem bei den Großen Gewächsen der Charakter und der Untergrund oft die Rebe, die darauf ihre Trauben zur Reife bringt, überschattet. Christmann Weine trinken steht weit über klassischem Weingenuss.

Daten und Fakten

Anbaufläche: 19
Jahresproduktion: 120.000
Art des Anbaus: biodynamisch zertifiziert durch RESPEKT BIODYN

Standort des Betriebs: Gimmeldingen, Pfalz

Die Pfalz, ein schmaler Landstreifen zwischen dem linken Rheinufer und der Gebirgskette Haardt im Norden des Elsass, ist eine der wichtigsten Weinregionen Deutschlands. Mit rund 1800 Sonnenstunden im Jahr ist es die heißeste und regenärmste Region Deutschlands. Es waren die Römer, die das großes Potenzial erkannten und die ersten Reben und Feigen pflanzten; in den folgenden Jahrhunderten wurden angesichts des fast mediterranen Klimas der Gegend auch Oleander und Mandelbäume eingeführt, deren Blüte im Frühjahr noch heute die Touristen, die die berühmte Weinstraße entlang reisen, erstaunt und fasziniert. Die nach Rheinhessen zweitgrößte Region verfügt über eine Rebfläche von rund 23000 Hektar, von denen 5000 Hektar mit Riesling bepflanzt sind. Das einzigartige Mikroklima, sowohl in Bezug auf die Temperatur als auch auf die Termik, kombiniert mit der äußerst variablen Zusammensetzung des Untergrundes, schafft hier die perfekten Bedingungen für das Wachstum dieser Rebe und die Produktion großer, stark mit dem Terroir verbundener Weine. Die Weinberge liegen zumeist im Schatten des Haardt, der ihnen Schutz vor kalten Winden bietet, auf einem Untergrund, der durch das Einsickern sowohl des Meeres als auch des Süßwassers im Laufe der Jahrmillionen entstanden ist. Von Kallstadt bis Bad Dürkheim finden wir hauptsächlich kalkhaltigen Boden, während von Wachenheim bis Gimmeldingen der Untergrund von Sandstein geprägt ist. Je nach Gebiet kann man dann Mergelsedimente, Muschelablagerungen, Rotschiefer, Ton, Mineralien oder Sand finden. Solche unterschiedlichen Böden sind der Grund dafür, dass sehr unterschiedliche Rieslinge gewonnen werden, obwohl sie im gleichen Gebiet produziert werden. Die großen Weine haben jedoch einen starken regionalen Charakter, der sich in folgenden Merkmalen zusammenfassen lässt: robuster Körper, extreme Finesse, intensives Aroma und enormes Lagerpotenzial.

 

 

 

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