Domaine Thierry Laffay

Domaine Thierry Laffay

Chablis, Burgund

Chablis, ein sehr beschauliches und verschlafenes Örtchen, würde wohl niemand auf der Welt kennen oder besuchen, würde es hier nicht ideale geologische und klimatische Voraussetzungen geben, um Chardonnay auf Weltniveau zu erzeugen. Thierry Laffay ist, wie so viele Winzer in Frankreich, äußerst wortkarg, sehr höflich und in der Probe spricht er, wenn überhaupt, über die Weinberge und deren Böden; über seine Weine verliert er kein Wort. Diese zeigen, auch ohne vom Winzer beschrieben, was in dieser kühlen, aber landschaftlich reizvollen Gegend für Qualitäten auf die Flasche kommen. Laffay besitzt ca. sieben Hektar Weinberge, alle kleinparzelliert und nur in den wertvollsten Lagen in und um Chablis. Gerade in dieser Landschaft sind es noch mehr wie anderswo das Kleinklima und die Böden, die den Weinen den unvergleichlichen Charakter, verbunden mit einer sofort erkennbaren Personalität, mit auf den Weg geben. Laffay bringt Weine auf die Flasche, die sich mit extrem moderaten Alkoholgradationen ganz stark über die spürbare steinige, ja fast kalkige Note definieren. Knochentrocken ausgebaut, voller Spannung, verbunden mit einer speichelbildenden Saftigkeit, sind diese Weine wunderbare Begleiter zu ganzen Menüs.

Daten und Fakten

Anbaufläche: 6,7
Jahresproduktion: 25.000 - 35.000
Art des Anbaus: biologisch ohne Zertifizierung

Thierry ist in erster Linie ein akribischer Winzer, der sorgfältig nach Fehlern in seinen Weinen sucht und diese korrigiert. Seine Ernte wird immer selektiert, und seit 1990 hat er auf jeglichen Düngemitteleinsatz verzichtet. Es werden weder Pestizide noch Herbizide eingesetzt, sondern die Reben sollen sich selbst stärken und eine Resistenz gegen Schädlinge entwickeln. Seine Methoden sind für alle Wirkungen organisch und es werden weder Anti-Schimmel-Sprays noch Lösungen auf Kupferbasis verwendet.

Standort des Betriebs: Chablis, Burgund

Die Burgund ist eine einzigartige Welt, nicht immer einfach, aber sicherlich faszinierend. Der Umgang mit dieser Region, ihren Weinen, ihren Menschen und ihren geologischen und klimatischen Besonderheiten ist eine lebenslange Herausforderung. Eine Herausforderung, die eine Fläche von über 40.000 Hektar mit wunderbaren Weinbergen voller Kontraste und unglaublicher Unterschiede umfasst, mit Wiesen, die mit duftenden Blumen, aromatischen Kräutern und Pflanzen faszinierender Sorten überflutet sind. Was unser Interesse an diesem zauberhaften Landesabschnitt am meisten weckt, sind die Menschen, die Winzer und ihre Familien. Die Treue der Winzer zu den beiden Hauptrebsorten, die seit Jahrhunderten dank der starken Bindung an die Tradition, die nie dem Konzept einer modernen Kellerei folgt, mit außerordentlichem Erfolg angebaut werden, hält nun schon fast tausend Jahre an. Große Bescheidenheit, kein Getue und kein Prunk. Es sind Menschen, die sich selbst treu bleiben, die über Land und Reben sprechen und nie über Kellertechniken. Was mit gutem Trinken gemeint ist, hat in dieser Gegend im Durchschnitt eine besondere Bedeutung. Aber was wirklich gut ist, ist wirklich gut, und es bleibt für immer gut. Das sind Weine, die einfach elektrisieren. Manche Weine bringen die Verkoster sogar an die Grenze ihrer beschreibenden Möglichkeiten. Tatsächlich lässt sich nicht alles mit Worten beschreiben: Der Genuss von Wein ist manchmal undefinierbar und unerklärlich. Oft sind es nur Gefühle, die einen Wein in der Erinnerung lebendig halten.

 

 

 

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