Weingut Franz Hirtzberger

Weingut Franz Hirtzberger

Spitz, Wachau

Franzi Hirtzberger, der heutige Leiter des Familienweingutes, hat von seinem Vater, einer Schlüsselfigur in der Entwicklung der Wachau als Weinregion von internationaler Bedeutung, eine beachtliche Herausforderung angenommen. Mit der Unterstützung der Eltern folgte man der Familienphilosophie, die zu Weinen mit einem sofort erkennbaren Stil führt. Hier findet die Lese immer sehr spät statt; man wartet auf den perfekten Reifepunkt der Trauben, der aufgrund des kühlen Klimas in Spitz immer etwas später eintritt. Leicht überreife Trauben, die auch von Botrytis befallen sind, sind willkommen. Die Arbeit im Weinkeller ist ganz darauf ausgerichtet, den reinen Geschmack der Trauben zur Geltung zu bringen.

Daten und Fakten

Anbaufläche: 25
Jahresproduktion: 180.000
Art des Anbaus: konventionell

Standort des Betriebes: Spitz, Wachau

Die Wachau ist eine der am besten definierten Weinregionen Europas. 33 Kilometer Weinberge erstrecken sich entlang des Donauufers zwischen Melk und Krems. Reich an Geschichte und mit einer atemberaubenden Landschaft gehört sie seit 2000 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die rund 1350 Hektar Rebfläche, verteilt auf fast 650 Erzeuger, werden fast ausschließlich mit Grüner Veltliner und Riesling bewirtschaftet. Die besten Grundstücke befinden sich auf dem linken Donauufer, auf trockenen Terrassen bis zu 450 m über dem Meeresspiegel; der granitreiche Untergrund ist ideal für den Riesling-Anbau, während der Grüne Veltliner auf Lössböden sein volles Potential entfalten kann. Das ganz besondere Klima der Wachau ist eine sehr wichtige Variable für das Wachstum der Reben. Die Ausläufer des pannonischen Klimas, kommen von Osten, aus der ungarischen Steppe, her in die Wachau mit warmen Winden, die sich mit den gemäßigten Strömungen des atlantischen Klimas aus dem Westen vermischen. Die kalten nördlichen Fallwinde aus dem Waldviertel verursachen starke Tag-Nacht-Temperaturschwankungen, vor allem in den Monaten vor der Ernte. Jede Parzelle zeichnet sich also durch ein eigenes Mikroklima aus, das durch Exposition, Höhe, Neigung, Untergrund sowie durch das Vorhandensein von Trockenmauern aus Stein, die die Sonnenwärme absorbieren, beeinflusst wird. Die Donau hingegen gleicht die extremen klimatischen Unterschiede zwischen heißen, trockenen Sommern und kalten Wintern aus. Diese komplexe Kombination von klimatischen Faktoren beeinflusst die Bouquet-Bildung und ermöglicht die Entwicklung intensiver Aromen in den Trauben, sowohl in den kühleren Weinbergen von Spitz als auch in den wärmeren Weinbergen von Loiben. Erkennbar ist dies an den frischen Fruchtaromen, oft mit exotischen Noten, die alle Weine entwickeln, von Steinfeder über Federspiel bis hin zum komplexeren Smaragd.

 

 

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